Glossar Zahlungsverkehr, Zahlungsanweisungen & SEPA (A–Z)

A

  • Abbuchung – Belastung Ihres Kontos durch eine Zahlung (z. B. Lastschrift, Karte, Dauerauftrag).
  • Absender / Auftraggeber – Person oder Unternehmen, das die Zahlung auslöst (Payer).
  • Adressenprüfung (AVS) – Betrugsprüfung bei Kartenzahlungen, bei der Rechnungsdaten mit Bank/Kartenstelle abgeglichen werden.
  • AML (Anti-Money-Laundering) – Maßnahmen zur Geldwäscheprävention (Prüfungen, Monitoring, Meldepflichten).
  • Annahmefrist (Cut-off) – Zeitpunkt, bis zu dem Zahlungsaufträge am Banktag angenommen werden, um noch „heute“ verarbeitet zu werden.
  • Anweisung (Zahlungsanweisung) – Auftrag, einen Betrag an eine bestimmte Person auszuzahlen bzw. zu überweisen (häufig als Formular/Beleg umgesetzt).
  • Auftrag (Zahlungsauftrag) – Weisung an die Bank bzw. den Zahlungsdienstleister, eine Zahlung auszuführen.
  • Authentifizierung – Nachweis, dass der/die Zahler:in wirklich berechtigt ist (z. B. SCA bei Online-Zahlungen).

B

  • B2B-Lastschrift (SEPA B2B) – SEPA-Lastschriftverfahren ausschließlich zwischen Unternehmen; mit strengeren Rückgaberegeln.
  • Bankarbeitstag – Tag, an dem Banken Zahlungsverkehr technisch abwickeln (nicht zwingend jeder Kalendertag).
  • Begünstigter / Zahlungsempfänger – Person oder Unternehmen, das Geld erhält (Payee).
  • Betragsobergrenze – Limit pro Zahlung (bankseitig, vertraglich oder technisch festgelegt).
  • BIC (Bank Identifier Code) – internationaler Bankcode (früher wichtig, in SEPA oft nicht mehr zwingend).
  • Bonitätsprüfung – Einschätzung der Zahlungsfähigkeit (z. B. bei Rechnungskauf oder Ratenzahlung).
  • Buchung – Verbuchung einer Zahlung am Konto (Soll/Haben).
  • Buchungsdatum – Datum, an dem die Buchung im Kontoauszug erscheint (kann vom Wertstellungsdatum abweichen).

C

  • camt (Cash Management Messages) – ISO-20022-Formatfamilie für Kontoauszüge/Reports (z. B. camt.053 Kontoauszug).
  • Chargeback – Rückbuchung bei Kartenzahlungen (z. B. bei Betrugsverdacht oder Reklamation, je nach Scheme-Regeln).
  • Compliance – Einhaltung regulatorischer Vorgaben (Sanktionen, AML, KYC, PSD2, etc.).
  • Creditor Identifier (Gläubiger-ID) – eindeutige Kennung des Zahlungsempfängers für SEPA-Lastschriften.

D

  • Dauerauftrag – wiederkehrende Überweisung in fixem Rhythmus (z. B. Miete).
  • Debitor – Zahlungspflichtiger (Schuldner).
  • Devisen / FX (Foreign Exchange) – Währungsumtausch bei Zahlungen in Fremdwährungen.
  • Disagio / Entgelt – Gebühren oder Abschläge im Zahlungsprozess (z. B. Kartenentgelte, Bankspesen).
  • Doppelzahlungsanweisung – Beleg/Prozess, bei dem zwei Zahlungswege/Abschnitte abgebildet werden können (z. B. Trennung von Zahler- und Empfängerabschnitt – je nach Produkt/Anwendung).

E

  • E2E-Referenz (End-to-End Reference) – Referenz, die von Auftrag bis Empfänger unverändert mitläuft (hilft beim automatischen Abgleich).
  • EPC (European Payments Council) – Gremium, das SEPA-Regelwerke definiert.
  • EPC-QR – standardisierter QR-Code für Überweisungen (z. B. in Rechnungen), der IBAN/Betrag/Verwendungszweck codiert.
  • Erlagschein / Zahlschein – papierbasierter Beleg zur Zahlung (im DACH-Raum bekannt), oft mit Referenz-/Codierzeilen zur automatischen Zuordnung.
  • Echtzeitüberweisung (Instant Payment) – Überweisung, die in Sekunden am Empfängerkonto verfügbar ist (bankabhängig).
  • Empfängerbank – Bank des Zahlungsempfängers.

F

  • Fälligkeit – Zeitpunkt, an dem eine Zahlung rechtlich/vertraglich fällig ist.
  • Falsche IBAN – typischer Fehlergrund für Rückweisungen oder Fehlüberweisungen; IBAN-Prüfziffer reduziert, verhindert aber nicht alle Fehler.
  • Fee (Gebühr) – Entgelt für Zahlungsdienstleistungen (Bankspesen, Scheme Fees, Acquirer Fees).
  • Fraud-Filter – Regelwerk/Engine zur Betrugserkennung (z. B. IP, Device, Länder, Betragsmuster, Velocity Checks).
  • Freigabeprozess – interne Autorisierung (z. B. 4-Augen-Prinzip) vor Zahlungsfreigabe.

G

  • Girokonto – Konto für täglichen Zahlungsverkehr (Überweisungen, Lastschriften, Karten).
  • Gläubiger – Zahlungsempfänger im Sinn einer Forderung (z. B. bei Lastschrift der Einreicher).
  • Gutschrift – Eingang am Konto (Habenbuchung).

H

  • Händler (Merchant) – Akzeptanzstelle bei Kartenzahlungen oder Online-Payments.
  • Händlerkonto / Acquiring – Vertrags- und Abwicklungsstruktur, damit ein Händler Karten akzeptieren kann.
  • Haftung (Liability Shift) – Haftungsverschiebung bei Kartenprozessen (z. B. durch 3D Secure).

I

  • IBAN (International Bank Account Number) – internationale Kontonummer im SEPA-Raum (zentrales Identifikationsmerkmal).
  • ISO 20022 – internationaler Standard für Zahlungsverkehrs-Nachrichtenformate (SEPA basiert darauf).
  • Instant Payments – siehe Echtzeitüberweisung.

K

  • Kartenakzeptanz – Annahme von Kredit-/Debitkarten (POS oder online).
  • Kartenscheme – Kartennetzwerk/Regelwerk (z. B. Visa, Mastercard); definiert Prozesse, Fees, Chargebacks.
  • Kassenbeleg / POS-Receipt – Zahlungsbeleg am Terminal.
  • Kontoauszug – Übersicht über Buchungen (häufig camt.053 oder PDF).
  • KYC (Know Your Customer) – Identitäts- und Unternehmensprüfung (z. B. bei PSPs, Banken).
  • Kreditkarte vs. Debitkarte – Kreditkarte belastet typischerweise gesammelt/periodisch; Debitkarte meist zeitnah am Konto.
  • Kundenreferenz – Referenz des Empfängers zur Zuordnung (z. B. Rechnungsnummer).

L

  • Lastschrift – Zahlung, bei der der Empfänger den Betrag vom Konto des Zahlers einzieht (mit Mandat).
  • Lastschriftmandat – schriftliche/elektronische Ermächtigung für SEPA-Lastschriften.
  • Leistungsdatum – Datum der Leistung (für Rechnungen/Steuer), nicht zwingend Zahlungsdatum.
  • Limit – maximale Zahlungshöhe (pro Tag, pro Transaktion, pro Karte).

M

  • Mandatsreferenz – eindeutige Referenz eines Lastschriftmandats (zusammen mit Gläubiger-ID eindeutig).
  • Merchant Category Code (MCC) – Händlerkategorie bei Karten (beeinflusst Risiko/Fees/Regeln).
  • Mehrfachsignatur – mehrere Freigaben nötig (Corporate Banking).
  • Money Transfer – Sammelbegriff für Geldtransfers, je nach Anbieter/Regelwerk.

N

  • Nachträgliche Änderung (Amendment) – z. B. Mandatsänderung bei Lastschrift (Kontowechsel, Namensänderung).
  • Name-Check / Verification of Payee – Prüfung, ob Name und IBAN zusammenpassen (je nach Land/Bank/Regelung).
  • No-Show / Rücklastschrift – bei Lastschrift: Rückgabe/Rückbelastung (z. B. mangels Deckung oder Widerspruch – je nach Verfahren).

O

  • Offline-Zahlung – Zahlung ohne Online-Autorisierung (risikobehaftet, nur in speziellen Szenarien).
  • Online-Autorisierung – Echtzeitprüfung bei Kartenzahlungen (Deckung, Risiko, Limits).

P

  • pacs (Payments Clearing and Settlement) – ISO-20022-Nachrichten im Interbank-Clearing (z. B. pacs.008 Überweisung).
  • pain (Payment Initiation) – ISO-20022-Dateiformate zur Einreichung (z. B. pain.001 Überweisung, pain.008Lastschrift).
  • Payment Service Provider (PSP) – Zahlungsdienstleister für Online-Zahlungen (z. B. Karten, Wallets, APMs).
  • Payment Initiation Service (PIS) – PSD2-Dienst, der Zahlungen über Bankzugang auslösen kann (Open Banking).
  • PSD2 – EU-Richtlinie für Zahlungsdienste (u. a. SCA, Open Banking).
  • Purpose Code – standardisierter Zahlungszweck (in manchen Kontexten/Standards relevant).
  • Pre-Notification – Vorabankündigung einer SEPA-Lastschrift an den Zahler (Fristen abhängig von Vereinbarung/Regelwerk).

Q

  • QR-Zahlcode – maschinenlesbarer Code zur Übernahme von Zahlungsdaten (z. B. EPC-QR).
  • Quittung – Nachweis über erfolgte Zahlung (Kasse, Terminal, Bankbestätigung).

R

  • R-Transaktionen (SEPA) – Sammelbegriff für Rückgaben/Retouren (Reject, Return, Refund, Reversal, Recall).
  • Refund – Rückerstattung (z. B. bei Karte oder Überweisung, je nach Verfahren).
  • Rejection (Reject) – Zurückweisung vor Settlement/Abschluss (z. B. formale Fehler).
  • Return – Rückgabe nach Einreichung (z. B. Konto geschlossen, keine Deckung, etc. – abhängig vom Verfahren).
  • Reversal – Storno/Umkehr einer Zahlung (zeitnah, prozessabhängig).
  • Rücklastschrift – Rückbelastung einer Lastschrift (z. B. Widerspruch oder technische Gründe).

S

  • Sammelüberweisung – Datei/Batch mit mehreren Überweisungen in einem Auftrag.
  • Sammellastschrift – Datei/Batch mit mehreren Lastschriften in einem Auftrag.
  • Sanktionen-Screening – Abgleich gegen Sanktionslisten (Empfänger, Länder, Banken).
  • SEPA – einheitlicher Euro-Zahlungsverkehrsraum (Überweisung, Lastschrift, Formate, Regeln).
  • SEPA-Überweisung (SCT) – Standard-Überweisung in EUR im SEPA-Raum.
  • SEPA-Lastschrift (SDD Core) – Standard-Lastschrift für Verbraucher und Unternehmen.
  • SCA (Strong Customer Authentication) – starke Kundenauthentifizierung (z. B. 2-Faktor) bei bestimmten Zahlungen/Online-Transaktionen.
  • SEPA-Zahlungsanweisung – umgangssprachlich: Zahlung/Beleg, der SEPA-Daten enthält (IBAN, Betrag, Referenzen) – oft als Formularlösung umgesetzt.
  • SHA/OUR/BEN – Kostenoptionen bei Auslandszahlungen (wer trägt Gebühren). In SEPA i. d. R. standardisiert.
  • SWIFT – globales Nachrichtennetzwerk für Banken (v. a. außerhalb SEPA und im Korrespondenzbanknetz).
  • SWIFT gpi – Verbesserungen/Tracking im SWIFT-Auslandszahlungsverkehr (bankabhängig).

T

  • TAN / Freigabeverfahren – Sicherheitsverfahren zur Zahlungsfreigabe (App, SMS, Hardware, etc.).
  • Terminal (POS) – Kartenterminal am Point of Sale.
  • Tokenisierung – Ersetzen sensibler Daten (z. B. Kartenpan) durch Token (Sicherheit).
  • Transaktionsreferenz – eindeutige Kennung einer Zahlung (für Recherche/Support/Abgleich).
  • Trusted Beneficiary – vertrauenswürdiger Empfänger (Ausnahme/Erleichterung in manchen SCA-Szenarien).

U

  • Überweisung – Zahlung vom Konto des Zahlers auf Konto des Empfängers (Push-Zahlung).
  • Umsatzliste – Übersicht über Kontobewegungen (oft als Online-Banking-Ansicht oder Datei).
  • Unterschrift / Zeichnungsrecht – rechtliche Freigabe (bei Unternehmen über Rollen/Rechte geregelt).

V

  • Valutadatum / Wertstellung – Datum, ab dem eine Buchung zinswirksam wird.
  • Verwendungszweck – Text zur Zuordnung (Rechnung, Kundennummer, Projekt).
  • Verifikation – Prüfung von Zahler/Transaktion (KYC, SCA, 3DS2, Name-Check).
  • Vorgemerkter Umsatz – Zahlung ist autorisiert, aber noch nicht final gebucht (typisch bei Karten).

W

  • Wallet (z. B. Apple Pay/Google Pay) – digitale Geldbörse, die Karten tokenisiert und Zahlungen erleichtert.
  • Widerspruchsfrist (Lastschrift) – Zeitraum, in dem ein Zahler eine Lastschrift zurückgeben kann (je nach Verfahren/Grund unterschiedlich).
  • Wire Transfer – internationaler Begriff für Überweisung, oft im Kontext von Auslandszahlungen.

X

  • XML (SEPA-Datei) – übliches Dateiformat für SEPA-Zahlungsdateien (pain.001/pain.008).

Y

  • YCbCr (nur als Hinweis) – kein Zahlungsbegriff; in Zahlungsprojekten taucht „Y“ selten auf. Praxis: „Y“ steht meist für interne Kürzel, nicht für Standards.

Z

  • Zahlungsanweisung – Zahlungsbeleg/Instruktion (papierbasiert oder digital), der die Auszahlung/Überweisung anstößt.
  • Zahlungsauftrag – formaler Auftrag an Bank/PSP zur Ausführung einer Zahlung.
  • Zahlungsdienstleister – Anbieter, der Zahlungen ausführt oder vermittelt (Bank, PSP, Acquirer).
  • Zahlungsinstrument – Mittel/Verfahren zur Zahlung (Überweisung, Lastschrift, Karte, Wallet, Bar).
  • Zahlungsreferenz – eindeutiger Schlüssel für Abgleich und Automatisierung (E2E-Ref, Mandatsref, Transaktions-ID).
  • Zahlungsstatus – z. B. „eingereicht“, „ausgeführt“, „abgelehnt“, „zurückgegeben“, „erstattet“.
  • Zahlungsverkehr – Gesamtheit aller Prozesse/Regeln/Instrumente zur Abwicklung von Zahlungen.

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